Obstbaumwiese an der Schemder Bergmark

Im Jahr 2009 wurde an der Straße "Schemder Bergmark" eine Obstbaumwiese mit den Hochstamm-Apfelsorten:

  • "Roter Eiser Apfel",
  • "Schöner aus Lutten",
  • "Herzog von Cumberland",
  • "Doppelte Luxemburger Renette",
  • "Nathusius Taubenapfel"

 und den Kirschsorten:

  • "Oktavia",
  • "Schneiders späte Kirsche"
  • "Große Schwarze Knorpelkirsche"

 angelegt.

 

 

Die Obstbaumwiese wird bei regelmäßigen Arbeitseinsätzen gepflegt:

 

  • die Bäume werden geschnitten, um einen guten Ertrag und den Erhalt der Bäume zu gewährleisten
  • der Aufwuchs wird gemäht, damit sich auf Dauer eine Gräser-  und Wildkräuter-Vielfalt entwickeln kann (derzeit ist der Nährstoffgehalt im Boden noch zu hoch, so dass Brennnesseln überwiegen)
  • die Zuwegung wird Instand gehalten und Müll entsorgt


Des weiteren gibt es auf der Wiese ein Insektenhotel, und verschiedene Nistmöglichkeiten für Vögel, Unterschlüpfe für Fledermäuse und eine Ansitzstange für Greifvögel, auch 'Krücke' genannt.

Die Äpfel und Kirschen, die auf unserer Obstbaumwiese wachsen, sollen nicht nur den Vögeln als Nahrung dienen. Die Wiese ist frei zugänglich und jeder Naturfreund ist eingeladen, die Früchte zu genießen. Wir bitten, die Bäume dabei nicht zu beschädigen.

 

Der Streuobstanbau hatte im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine große kulturelle, soziale, landschaftsprägende und ökologische Bedeutung Die Bäume dienen der Obsterzeugung, da die Bäume locker stehen, dienen die Flächen zugleich als Grünland, entweder als Mähwiese zur Heugewinnung oder direkt als Viehweide. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sowie durch das Bau- und Siedlungswesen wurden jedoch Obstbaumwiesen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark dezimiert. Heute gehören sie zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas.

Streuobstwiesen sind einzigartige Lebensräume für alle Arten von Kleintieren wie Vögel, Schmetterlinge, Fledermäuse, Insekten, Igeln und viele andere mehr sowie Lebensraum für viele Pflanzen.